Männerhaarschnitte

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Um das Attribut grandios zu verdienen, muss ein Männerhaarschnitt nicht nur exakt die Persönlichkeit seines Trägers vollenden und ausdrücken, er muss auch mit diversen Werkzeugen und Schnitttechniken ausgeführt werden. Der legendäre Two-Dollar-Haircut, bei dem lediglich mit der Schneidemaschine alles auf eine Länge gestutzt wird, kann zwar auch gefallen und dem einen oder anderen blendend zu Gesichte stehen. Aber wir widmen uns hier der hohen Schule.

Die hohe Schule bei den Herren trennt sich zunächst in Nass- und Trockenschnitt. Welche Variante gewählt wird, empfiehlt der Coiffeur nach seinem Ermessen und der Haarsubstanz beim Vorgespräch. Da Männer in der Regel wenig fantasievoll bei der Beschreibung des gewünschten Haarschnitts sind, gilt der pragmatische und zielgenaue Austausch. Heisst: Der Coiffeur sagt, was er erzielen will, wie er das machen wird und – im Idealfall – wie lange das wohl dauern wird. Zeit ist schliesslich kostbar.

Ein erfahrener Coiffeur hat am Arbeitsplatz sein Handwerkszeug komplett bereit liegen. Es macht einen Tiptop-Eindruck. Genau wie der Schnittplatz, nichts erinnert an den vorherigen Kunden.

Wie ein Coiffeur nun an den Kopf des Kunden herangeht unterliegt seiner Erfahrung. Ab einer gewissen Länge, sollte das Haar aber erst mal unterteilt und in Arbeitsbereiche sortiert werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, vom Groben zum Detail hin zu arbeiten. Erst dort wo viel wegkommt eingreifen oder wo klar ist, dass zunächst nur eine Maschine sinnvoll ist.

Den wirklichen Formschnitt führt ein anspruchsvoller Herrencoiffeur unter Einsatz verschiedener, perfekt geschliffener Scheren aus. Ist er sich unsicher oder bemerkt, dass der Kunde irritiert dreinblickt, fragt er sofort und konkret nach, was anders sein soll oder ob die verbliebene Länge bereits passt. Niemand will nach dem Barbierbesuch so aussehen wie GI Joe. Bei manchen Herren empfiehlt es sich, während der Arbeit zu erklären, was man gerade warum macht. Vertrauen ist unter Männern Ehrensache.

Zum Abschluss werden die Konturen makellos sauber ausgeschnitten. Das gilt für Schläfen, Nacken und Ohren. Eine kleine Maschine und final ein frisches Rasiermesser einzusetzen, macht den Eindruck perfekt. Genauso wie die obligatorische Nachfrage, ob Styling-Produkte erwünscht, geduldet oder abgelehnt werden. Klar ist, dass ein Mann zunächst sehen will, ob die Frisur auch ohne Pomade oder Former sitzt. Nur so erkennt man die Qualität, ob Kopfform und Haarwuchsrichtung beachtet wurden und ob keine Kanten in den Übergängen zu erkennen sind.

Schön, dass es in Deutschland wieder so viele hervorragende Herrencoiffeure gibt. Und einige darunter sind sogar einige weiblich.


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