Fussmassage

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Wer tagtäglich nur getreten wird und die ganze Last alleine (respektive zu zweit) schleppt, der hat auch mal eine entspannende und heilsame Auszeit verdient. Zur Regeneration der Füsse empfehlen Experten regelmässige Massagen für genau diese Körperteile. Allerdings beherzigen viele von uns diesen Rat zu selten oder nie. Schliesslich packt man vor Fremden nur ungern seine Füsse aus. Doch keine falsche Scham. Fussmasseure haben in der Regel schon alles gesehen und gerochen. Und oft ist die Massage der beiden „Lauforgane“ an der frischen Luft sogar das beste Gegenmittel gegen Deformation, Geruch und andere Peinlichkeiten.

In unseren Füssen befinden sich mehr Sinneszellen als im Gesicht, tausende Nervenenden machen sie zu einem massgeblichen Sinnesorgan. Damit aber nicht genug der Superlative. Fast 30 Knochen, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und 200 Sehnen befinden sich dort, wo wir so selten hinschauen, weil die Füsse meist in Strümpfen und Schuhen isoliert von unserer Wahrnehmung ihr Dasein fristen. Zeit, ihnen mit Respekt zu begegnen.

Eine veritable Fussmassage hat unzählige positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Dennoch gilt: Bei chronisch schmerzenden oder von Krämpfen und Kribbeln geplagten Füssen sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Ansonsten bringt ein Programm wie das folgende Erleichterung und Erlösung von müden, strapazierten „Gehwerkzeugen“.

Am Anfang steht ein etwa zehnminütiges Bad, um die Haut weicher und empfänglicher für die Massage zu machen. Danach begibt sich der zu Behandelnde in eine zurückgelehnte Positionen, die Beine dürfen nicht durchgestreckt sein, um Muskelanspannung in den Beinen zu vermeiden und die Durchblutung optimal zu gewährleisten.

Bei der Massage kommen Öl oder sanfte Creme zum Einsatz, denn Reibung und unnötige Reizung tun den Füssen nicht gut. Typischerweise beginnt die Massage-Behandlung an der Oberseite der Füsse. Danach erst sind die Sohlen mit einer auflockernden Druckmassage dran. Da das Treatment zur Körpermitte hin ablaufen soll, wird bei den Zehen begonnen, die Fussseiten mit einbezogen und zuletzt Ballen sowie Hacken in die Kur genommen.

Je nach beschriebenen Schmerzen oder Bedürfnissen wird der Druck während der Behandlung immer stärker, bis hin zu einer Faust-Pressur-Massage an den Wölbungen der Fusssohlen. Ganz zuletzt können – je nach Wunsch und Bereitschaft des Klienten noch einmal die Zehen einzeln massiert werden – und natürlich auch die Zwischenräume. Falls einem das unangenehm ist, einfach sagen.

Nachdem die Füsse von Öl und Feuchtigkeit zu 100 Prozent gereinigt sind geht es zurück in saubere Strümpfe und trockene Schuhe. Denn nichts schadet der Fussgesundheit im Alltag so sehr wie ein permanent feuchtes Klima. Man wundert sich, wie effizient alleine das gegen Fussgeruch hilft. Wobei, wenn die unteren Enden des Körpers erst mal vom wunden Punkt zum Wunderpunkt gereift sind, möchte man sie am liebsten den ganzen Tag lang streicheln und herzeigen.


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